karnikl nagt an den Wurzeln
Polit-, Kampf- und Spassblatt aus dem Rüebliland

Moin moin

Hier ist sie nun also, die längst überfällige und heiss ersehnte zweite Ausgabe vom karnikl. Einige böse Zungen haben schon behauptet, uns sei bereits nach einer Nummer die Luft ausgegangen. Dem ist natürlich nicht so, im Gegenteil. Wieso die Nummer zwei des karnikls erst jetzt erscheint, liegt daran, dass die erste Nummer wegen "technischen" Problemen erst im Sommer 97, statt wie geplant im Frühling, erschien. Danach frönten wir ein wenig dem Polittourismus oder lagen ganz einfach auf der faulen Haut und genossen den Sommer in vollen Zügen. Nach unserer ausgedehnten Sommerpause gab es einige inhaltliche, interne Grundsatzdiskussionen (braucht es ein karnikl im AarGau, was können wir damit bewegen, Aufgabenteilung etc.). Sehr gefreut und motiviert haben und die vielen positiven Reaktionen auf unsere Erstausgabe und die Tatsache, dass praktisch die ganze Auflage der Nr. 1 verhökert werden konnte (gerüchteweise hörte mensch, dass einige Leute zum Kauf genötigt worden seien...). Seither ist wieder einige Zeit verstrichen, Weihnachten ohne Verluste überstanden und die guten Vorsätze fürs neue Jahr inzwischen bereits auf 1999 verschoben.

Leider ist diese Nummer nicht so spassig geworden, wie wir es uns gewünscht hätten, was halt auch daran liegt, dass aus dem "gegen den Strom schwimmen" schon lange ein abenteuerliche Fahrt auf einem brüchigen Floss in einem reissenden, durchglobalisierten Strom geworden ist und uns das Lachen immer öfter vergeht angesichts der Ohnmacht, die uns befällt, wenn wir uns wieder mal bewusst werden, wie wenig wir an den herrschenden Verhältnissen ändern können.

Als Schwerpunktthema für den zweiten Streich wäre eigentlich Gentechnologie vorgesehen gewesen. Wir haben uns aber dazu entschlossen, das Gentech-Teil erst in der dritten Nummer zu behandeln, da wir einerseits übervoll waren (das Heft natürlich) und andererseits die Volksabstimmung über die Genschutzinitiative auf den Sommer 98 verschoben wurde. (Ist ja wohl klar, weshalb die Initiative verschoben wurde: Ganz zufällig kommen die Abstimmungen zur S.o.S.-Schnüffelstaat-Initiative und zur DroLeg, die beide auch von rot-grünen Kreisen getragen werden, ebenfalls im selben Zeitraum vors Volk...)

An dieser Stelle noch ein fettes Sorry für das hässliche Plastikteil an der Seite, aber leider war dies bei weitem die billigste Variante, und es ist für uns wichtig, den Preis für das Heft möglichst tief zu halten. Wir hoffen, dass das Lesevergnügen dadurch nicht allzu sehr beeinträchtigt wird und versprechen feierlich, für die Nr. 3 eine bessere Lösung zu finden.

In dieser Ausgabe fehlen ganz klar regionale Themen (und ausserdem kommen auch die feministischen viel zu kurz, d. L.). Einerseits, weil im AarGau halt nix erfreuliches los ist, wo es sich lohnen würde, darüber zu berichten, andererseits gibt es zu wenig aktive Leute und Gruppen, die das karnikl als Plattform nutzen oder gar mitarbeiten. Deshalb bist auch DU und Dein/Euer Engagement gefragt, damit das Heft noch vielfältiger, bunter und frecher wird und dem Anspruch eines lebendigen und aarGau-spezifischen Politheftlis gerecht wird. Wer also Lust hat, am karnikl mitzuarbeiten, kommt am besten an unsere nächste Sitzung (am 1. Februar 98 um 14 Uhr, im Kulturzentrum Bremgarten, Ecke Zürcher-/Zugerstrasse, Tel. 056/631 87 44). Realität ist leider, dass alle Redaktionsmitglieder neben dem karnikl noch in einigen anderen politischen Projekten tätig sind, und dass es momentan verdammt wenig Leute gibt, die ihren Arsch hoch bekommen und etwas gegen den rassistischen Konsens in unserer Gesellschaft machen (ausser vielleicht ab und zu an eine Demo zu gehen...). Dadurch sind wir mit unseren Kapazitäten stark eingeschränkt. Aber wer weiss, vielleicht können wir mit dem karnikl etwas in den Köpfen und Herzen unserer LeserInnen bewegen, und vielleicht werden wir noch mehr Leute, damit es uns gelingt, unserem Projekt eine längerfristige Perspektive zu geben und vielleicht eines Tages die herrschenden Verhältnisse tatsächlich zum Tanzen zu bringen!!!

Zum Schluss noch vielen lieben Dank für die zugesandten Artikel und einen dicken Kuss an alle unsere FreundInnen und HelferInnen, die das Projekt tatkräftig unterstützen und mitzutragen helfen. (spezieller Dank dem Genossen B.) Weiter wünschen wir allen LeserInnen viel Liebe & Power für das Jahr 1998 - und viel Spass beim Lesen der folgenden Seiten.


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