KulturZentrum Bremgarten KuZeB
in der Alten Kleiderfabrik
Ecke Zürcher-/Zugerstrasse
Postfach 512
CH-5620 Bremgarten AG

Tel. & Fax +41 (0)56 631 87 44
Postcheckkonto 50-6839-2

NAVIGATION

Kulturzentrum

Hauptseite
Neuigkeiten
Dach
Veranstaltungen
Strukturen
Statuten
Geschichte
Jahresbericht
Lageplan
Bands
Kontakt
Links
Sitemap


Buch
20 Jahre KuZeB


Anderes

Läsothek
karnikl
Neujahrskarten
Computerlabor

Neuigkeiten - Archiv

MehrZweckHalle

Am Samstag 12. November 2011 wird ab 12.00 Uhr die neu renovierte Mehrzweckhalle eröffnet. An diesem Tag stehen auch alle anderen Türen offen. Alle sind eingeladen, vorbeizuschauen.


Stellungnahme zur Berichterstattung über vermeintliche "Tierterroristen"

Mit nicht wenig Erstaunen haben wir die Berichterstattung über vermeintliche "Tierterroristen" verfolgt, und es liegt uns daran, unseren Standpunkt darzulegen. (08.2009)


Skate-Halle

Laut VV-Beschluss vom 20.1.2009 ist die Skate-Halle bis auf weiters geschlossen, und es werden Ideen für neue Projekte gesucht.


Entscheid des Regierungsrates zum Verfahren bezüglich Unterstellung unter das Gastgewerbegesetz (GGG)

Der Regierungsrat hält fest, dass der Betrieb des Vereins KuZeB nicht im Sinne des GGG behandelt werden kann. Damit räumt er der Alternativkultur Platz im Kanton Aargau ein.

Weitere Informationen und die wichtigsten Dokumente zum Verfahren lassen sich in einem eigenen Dossier finden.


Das ist unser Haus - Seminararbeit übers KuZeB

Viel ist schon über das KulturZentrum geschrieben worden. Seit Juli 2004 gibt es unter dem Titel "Das ist unser Haus - Soziokulturelle Zentren - Eine Auseinandersetzung mit dem KulturZentrum Bremgarten (KuZeB) aus Sicht der AktivistInnen" eine Seminararbeit (PDF, 300 kB, untersteht nicht der Creative Commons Lizenz) der Universität Zürich.


Stellungnahme des Vereins KuZeB zum Osterfestival 2004 in der Alten Kleiderfabrik

Zu den Ereignissen an Ostern und vor allem der Berichterstattung und der Stimmungen nach dem Wochenende möchte der Verein in einer Stellungnahme einige Punkte klären.


Autonome Freiräume nutzen!

Warum das KuZeB kein Ort wie jeder andere ist: Autonome Freiräume nutzen!.


Neue Fassade

Der Verein kuZEb wird sich in den nächsten Tagen über die Sanierung der heruntergekommenen Hausfassade beraten.

Das Unterfangen kostet zwar eine ziemliche Stange Geld, doch hofft mensch auf GönnerInnen und SponsorInnen, die den Verein unterstützen werden (Postcheckkonto 50-6839-2, Vermerk "Fassade").

Der Verein kuZEb ist bestrebt, neben der freiwilligen und nach wie vor nicht anerkannten "Jugendarbeit" sowie der Deeskalationspolitik bei den Konzertbesuchern, weitere positive Signale gegenüber der Öffentlichkeit zu setzen und aktiv etwas für ein besseres optisches Gesamtbild der Stadt Bremgarten beizutragen.


Stellungsnahme zur aktuellen "Gewalt-Diskussion" in Bremgarten

Die erschreckende Zunahme rechtsextremistischer Gewalttaten in der letzten Zeit und deren Beurteilung durch die Medien, sowie die Passivität der Behörden und das Schweigen der Bevölkerung, haben uns dazu bewogen, folgende Gedanken und Überlegungen zum Umgang mit dem Rechtsextremismus in der Region Bremgarten aufzuschreiben.


Pressestimmen zum zunehmenden Rechtsextremismus

Heute 31.7.02 sind im Facts (leider nicht mehr online) und auch in der Aargauer Zeitung längere Artikel zum Zulauf in der rechtsextremen Szene insbesondere im Aargau erschienen, die u. a. auf die Übergriffe in Bremgarten Bezug nehmen.


Fahndungserfolg der Kapo Aargau

Die rechtsextremen Schläger, die am letzten Wochenende das KuZeB angegriffen und eine Person spitalreif geprügelt hatten, konnten gestern Donnerstag 18.7.02 ermittelt werden. Die 9 Männer haben die Tat gestanden, wie auch die Kantonspolizei Aargau in einer Pressemitteilung schreibt. 9 Täter sind nun wegen Sachbeschädigung, Drohung und Landfriedensbruch und 7 von ihnen zusätzlich wegen Körperverletzung angeklagt.


SF DRS auf "Bsuech in Bremgarten" und Fascho-Übergriffe

Am letzten Freitag 12.7.02 gastierte das Schweizer Fernsehen DRS in Bremgarten mit seiner Sendung "Bsuech in...". Das KuZeB war am Fernsehen, mit Flyern und am Fest prominent vertreten. Die live übertragene Bemerkung, dass es auch hin und wieder Zwischenfälle mit Faschos gebe, hat sich leider in derselben Nacht wieder einmal bewahrheitet. Wie auch die Kantonspolizei Aargau in einer Medienmitteilung schreibt, hat eine Gruppe rechtsextremer Skinheads um 03.00 Uhr das KuZeB und um 03.30 Uhr eine Person in der Promenade angegriffen. Es kann wohl davon ausgegangen werden, dass es sich dabei um die gleichen Schläger gehandelt hat. Ihr Auftreten war schon beim KuZeB sehr gewaltbereit; der Angegriffene wurde sogar spitalreif geschlagen. Dennoch hat sich die Kantonspolizei Bremgarten, trotz mehrmaligem Insistieren, bis am Montag geweigert, eine Anzeige wegen "Gefährdung und Bedrohung von Leib und Leben" von den betroffenen Personen vom KuZeB entgegenzunehmen. Ein Beschwerdeschreiben war schon vorbereitet, und das Fernsehen hatte sich bereits eingeschaltet. In der Nacht auf Sonntag kam es dann zu einer weiteren kleineren Sachbeschädigung beim KuZeB. Da einzelne Personen erkannt wurden, sonstige Hinweise existieren und die drei Vorfälle in Zusammenhang stehen dürften, werden die Schläger wohl sehr bald zur Rechenschaft gezogen werden können.


Kaschubisches

"Im Kaschubischen heisst ein Stück Baumstamm, das an der Krone angefault ist: kuzeb". Na dann hoffen wir mal, dass Nomen nicht Omen wird und metaphorisch betrachtet der Dachstock der Kleiderfabrik den Witterungseinflüssen noch lange standhält. Wobei, ein bisschen angefault wird er da und dort schon sein, der Dachstock. Quelle: Über Kaschuben - Historische Geographie


Reaktionen zur Pressemitteilung

Der Text wurde von verschiedenen Medien - von Radio Argovia über Tele M1 bis zur Zeitschrift Vorwärts - aufgegriffen. Stadtammann Peter Hausherr hat bis anhin öffentlich keine Stellung bezogen. Die Wogen konnten jedoch anlässlich der Fernsehsendung "Bsuech in Bremgarten" bei ein, zwei Flaschen Weisswein etwas geglättet werden...


Folgender Text ging am Freitag 7.6.02 an Medien und Behörden:

Reale Politsatire in Bremgarten AG:
Anzeige wegen angeblichem Verstoss gegen das Antirassismus-Gesetz gegen das KulturZentrum Bremgarten KuZeB

Heute Freitag Morgen (7.6.02) wurde im KulturZentrum Bremgarten (Alte Kleiderfabrik) eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Drei Kantonspolizisten und Stadtammann Peter Hausherr persönlich kamen um das Corpus Delicti zu beschlagnahmen: Ein ca. 1.5 m2 grosses Tuch, das ein durchgestrichenes Hakenkreuz in einer Verbotstafel zeigt und am Balkongeländer gehangen hat.

Gegen das KulturZentrum Bremgarten, welches sich in den letzten 10 Jahren immer wieder im Kampf für mehr Toleranz und gegen Ausgrenzung engagiert hat, eine Anzeige wegen Verstoss gegen das Antirassismus-Gesetz einzureichen, ist schon ziemlich absurd. Dies aber auf Grund eines Symbols, das sich eindeutig gegen Fremdenfeindlichkeit richtet, ist nahezu grotesk.

Selbst wenn das Zeichen nicht durchgestrichen und somit als rassistisch einzustufen gewesen wäre, würde es nur unter das Antirassismus-Gesetz (Artikel 261bis des Schweizerischen Strafgesetzes) fallen, wenn es klar der Propaganda gedient hätte. Gerade auch der Verein KulturZentrum Bremgarten KuZeB würde eine Verschärfung der Strafnorm befürworten, welche auch Symbole verbieten würde (1).

Laut Aussage der Kantonspolizei wurde Anzeige von einer Drittperson (2) eingereicht. Das Tuch war von aussen sehr gut ersichtlich und liess somit eine eindeutige Beurteilung der Sachlage zu. Trotzdem wurde daraufhin wohl etwas übereifrig mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Drei Polizisten mit einem Hausdurchsuchungsbefehl samt Stadtammann stellten ein Beweisstück sicher, welches von einem schmunzelnden Vereinsmitglied mit Bestimmtheit auch einem anklopfenden Streifenpolizisten übergeben worden wäre.

Überrascht hat zusätzlich der Stadtammann Peter Hausherr (FDP), der nicht etwa vermittelnd wirkte, wie mensch es auf Grund des offenen Verhältnisses zwischen Stadtrat und Verein hätte erwarten können. Im Gegenteil: Das Auftreten des Exekutivmitgliedes ist als fordernd und anklagend empfunden worden.

Der Verein ist schon jetzt auf den zweiten Akt dieser Politsatire gespannt.

(1) siehe auch Frage von Alex Heim zum Verbot von rassistischen Symbolen und Gesten während der Frühjahressession des Nationalrates 2001 und Antwort des damaligen Bundespräsidenten Moritz Leuenberger.

(2) Nachtrag: Die Anzeige wurde von Peter F. Oswald (Dipl. Architekt ETH/SIA und ehemaliger Zentralpräsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft) eingereicht.


ABGESAGT: Rastaknast und Agrotoxico (Konzert vom 22. Juni 2002)

Aufgrund der Vorfälle von Pfingsten im BD-Bähndli und den anschliessenden Aggressionen einzelner Individuen vor dem KuZeB haben wir uns entschlossen, das Konzert von Rastaknast und Agrotoxico abzusagen. Sorry, aber wenn wir uns vor unseren eigenen KonzertbesucherInnen fürchten müssen, dann stimmt irgendetwas nicht. Wir bedauern alle den Entscheid, denn die Konsequenzen müssen alle tragen: Band, KuZeB und "anständige" BesucherInnen. Trotz mehrmaliger Hinweise und Warnungen unsererseits siffen gewisse Leute immer noch im BD-Bähndli herum, dass es ein Grausen ist. Das ist absolut unverständlich und dies ist unsere Antwort darauf.


Aufräumen

Konzis sind geil, vor allem im KuZeB! Dieser Meinung sind wir auch, kann mensch doch so richtig die Sau raus lassen, ohne dass irgendein Securityman kommt und einem zurechtweist. Doch wenn 300 Leute abfeiern, ist der Siff am nächsten Morgen unendlich gross und der Frust, diesen aufräumen zu müssen, auch.

Darum, vor allem an diejenigen, die gratis bei uns übernachten, helft doch am nächsten Morgen auch mit, unser Haus wieder in Ordnung zu bringen, denn alles andere ist in unseren Augen asozial.


Festung KuZeB

Der Verein zeigt sich je länger je mehr besorgt über die wachsende Präsenz von Rechtsradikalen in der Region Bremgarten, die sich auch immer wieder einen Spass daraus machen, mit Steinen oder sonstigen Gegenständen Scheiben der Kleiderfabrik einzuwerfen.

Aus diesem Grund sehen wir uns gezwungen, die Fensterläden geschlossen zu halten sowie mit besonderen baulichen Massnahmen mögliche Angriffe im Keim zu ersticken. Unser Haus sollte ein offenes Haus sein, und dies auch optisch demonstrieren, doch die jüngsten Vorkommnisse zwingen uns dazu, die Kleiderfabrik in eine Festung zu verwandeln. Schade, schade...


Siff im BD-Bähndli

Die Direktion der Bremgarten-Dietikon Transport AG ärgert sich je länger je mehr über gewisse KonzertbesucherInnen, die dieses Transportmittel mit einem öffentlichen Abfallkübel und Siffraum verwechseln. Im Interesse aller Beteiligten hoffen wir auf die Vernunft der SiffveranstalterInnen, die Lage nicht eskalieren zu lassen. Also, benehmt euch wenigstens 20 Minuten auf der Fahrt an die Konzis einigermassen "anständig". Wir finden es auch nicht besonders lustig, an einem Konzert Polizist im Bähndli und vor der Fabrik spielen zu müssen. Mehr Infos gibt´s auf der Veranstaltungsseite.


Hausdurchsuchung

Wir hatten seit langem wieder mal eine Hausdurchsuchung. 10 Kantönler kamen in unser Haus, schauten sich um, fotografierten und zogen nach verrichteter Arbeit wieder von dannen. Was der ganze Einsatz den SteuerzahlerInnen gekostet hat, bleibt im Dunklen. Intern wurde diskutiert, den Vorfall der SVP Aargau oder dem Bund der Steuerzahler zu melden...

An alle interessierten OrdnungshüterInnen:

Wir horten weder Drogen, Sprengstoff, Waffen oder Raketen russischer Herkunft, noch betreiben wir illegale Radiosender oder geheime Labors in den Kellergewölben, und wir hören keinen Polizeifunk ab. Ihr könnt das auch alles im Hausdurchsuchungsbericht Kleiderfabrik Bremgarten der Kantonspolizei Aargau nachlesen.


Keine Fascho-Jagd aus dem KuZeB

Mit Vehemenz weisen wir darauf hin, dass sämtliche organsisierten tätlichen Aktivitäten gegen Rechtsradikale vom KuZeB aus zu unterlassen sind. Die Polizei steht auf unserer Seite, was diese Problematik betrifft, und mit Gewalt wird nur Gegengewalt provoziert; dies wollen wir vermeiden.


Umbauten

Konzertkeller: Neuer Boden für den Technikraum, mit intelligenter Lösung für Mischpult und Lichtanlage (noch platzsparender). Neue Bühne mit Soundsystem (Provisorium, tönt aber schon saumässig gut). Konzertbeleuchtung wurde auf Vordermann gebracht.

Infokafi: Eine schöne weisse Einbauküche wurde eingepasst.

Konzertkafi: Letzter platzvernichtender Mauervorsprung wurde herausgeschlagen und eine neue Türe eingepasst.

Treppenhaus: Sämtliche Zugänge wurden mit Brandschutztüren versehen.

Faschoschutz: Fenster wurden vergittert, sowie neuralgische Punkte mit Selbstschutzsystemen ausgestattet (mehr verraten wir nicht, hehehe).


Das Jahr 2002

steht ganz im Zeichen des Umbruchs. Nicht nur, weil wir uns eine neue superteure Backsteinbühne mit integrierter 5000 Watt-Musikanlage, 2 Tonnen Quarzsand unter dem Bühnenboden, High-End Aluminium-Holz-Sandwich- Lautsprecherfrontplatten sowie ausfahrbaren Helikopterlandeplatz für besten Hörgenuss in den Keller gebaut haben (die irgendwann dieses Jahr dann ganz offiziell und feierlich eingeweiht wird), sondern auch, dass das SF-DRS aufgrund einer Bünzlisendung ("Bsuech in Brämgarte") unserer Einladung gefolgt ist und ausgiebig die Räume der Kleiderfabrik gefilmt und viele Leute interviewt hat. Es wird ein besonderer Genuss sein, unser Haus in der Sendung - neben Spittelturm, Trachtenchor, Schlössli, Stadtmusik, Reussbrücke, Orchesterverein und was Bremgarten sonst noch zu bieten hat - bestaunen zu können.


Homepage

Hier ist sie also, die Homepage des KulturZentrums Bremgarten. Schon seit längerer Zeit wurde immer wieder - teils kritisch, teils euphorisch - über die neuen Möglichkeiten des Informationszeitalters diskutiert. Nachdem ein Entwurf für eine Homepage stand, wurde im Juli 1997 beschlossen, den Schritt ins Internet zu wagen, womit das KuZeB selber, seine Ansprüche und Ideen, und vor allem auch die aktuellen Veranstaltungen noch mehr Menschen zugänglich gemacht werden können. Und hoffentlich entsprechende Reaktionen auslösen wird

Bewusst wurde keine Gratisvariante, sondern eine Lösung mit eigener Domain gewählt, damit die URL (www.KuZeB.ch) einprägsam ist und auch genügend Speicherplatz für Experimente eigener Homepages von KuZeB-Interessengemeinschaften und -Mitgliedern zur Verfügung steht, die unabhängig von der "offiziellen" Seite erstellt werden können.

Beim Programmieren wurde speziell darauf geachtet, die Seiten schlicht und ohne überflüssigen Schnick-Schnack, wie viele (animierte) Grafiken und Icons, Frames, Java etc. etc. zu gestalten. Dies schlägt sich positiv in kurzen Ladezeiten nieder und macht die Seiten auch für nicht top-aktuelle Web-Browser darstellbar. Und überhaupt verspüren wir keine Lust im aktuellen Featureitis-Krieg zwischen Microsoft und Netscape Partei zu ergreifen, noch deren Programme unter dem Label "Best viewed with" zum Download anzubieten.

Alle Seiten sind (hoffentlich) ständig im Umbau und ein paar zusätzliche sind bereits geplant! Die Seiten werden bei Änderungen (z. B. Veranstaltungen) wöchentlich aktualisiert; schau also mal wieder vorbei!

Bei Anregungen, Fragen, Informationen etc. zu den in dieser Hompage aufgegriffenen Themen oder zur Homepage selber, schick doch ein E-Mail an info@kuzeb.ch oder benütze das Kontaktformular.

Oder komm doch einfach im KuZeB vorbei. Es ist beinahe immer etwas los und lohnt sich bestimmt.

Best viewed with any browser Free Speech Online - Blue Ribbon Campaign


Das Internet - hierin liegt eines seiner irritierendsten Merkmale - ist weder gut noch schlecht, weder reaktionär noch progressiv, weder anarchisch noch totalitär, sondern zuerst einmal global und in seiner Funktionsweise unbegreiflich. Auch MacLuhans Motto "the medium is the message" ändert nichts daran, dass es als digitale Plattform den verschiedensten Interessen zu Dienste steht, so wie sie sich einst der neuen Drucktechnik bemächtigten, um lutherische wie jesuitische Brandreden zu verbreiten. Gerade diese Ambivalenz evoziert aber wie jeder paradigmatische Medienwandel zwei polare Gefühlslagen: Angst und Euphorie. Während die einen bereits die künftigen Gewinne extrapolieren, bilanzieren die anderen den Verlust an kulturellen Werten.

Beat Mazenauer, Internet im Widerstreit, Widerspruch 33, Juli 1997


 © 1997, 2018 Copyright beim Verein KulturZentrum Bremgarten KuZeB some rights reserved (Creative Commons BY-SA). Geändert am 24. Februar 2012. Erstellt von Kire.