Das karnikl-Kochrezept Was natürlich in keiner Nummer fehlen darf: Das Rezept - eine
Anleitung zur möglichst korrekten Befriedigung eines elementaren
Grundbedürfnisses, die Nahrungsaufnahme. Das heisst: Ohne tierische Produkte (also vegan), ohne Zutaten
aus'm Supermarkt (sofern das Budget damit einverstanden ist),
saisongerechte Nahrungsmittel und trotzdem wahnsinnig lecker. Ich
will damit zeigen, dass vegane Ernährung nicht Verzicht bedeutet
- im Gegenteil. Diesmal ein delikates und einigermassen aufwendiges
Wintermenü mit Nachspeise für 10(!) Personen (kein
Fussbreit der Vereinzelung!). Heute gibz: Kartoffelbratlinge mit Rotkraut an Kürbissauce
und marinierter Rosenkohl Also: Mensch gönne sich einen gemütlichen Bummel durch
die Bio- und Weltläden der Stadt und kaufe ein (Landmenschen
pflücken sich das Festmahl im Garten) Für den Hauptgang: Für die Nachspeise: Die Nachspeise nennt sich Tofukäsekuchen Ich nenne sie: leckerster veganer Kuchen, den ich kenne. (mit Käse
hat er nämlich überhaupt nix zu tun). Dieser wird vor dem
Hauptmenü zubereitet. Die Zutaten werden in Tassen abgemessen,
um auch Menschen ohne Küchenwage zu berücksichtigen. Das
ist ausserdem sehr praktisch und hat den Vorteil, dass je nach Bedarf
grössere oder kleinere Tassen verwendet werden können. Das
folgende Rezept ergibt zwei oder ein ziemlich grosser Kuchen (für
die WG plus die ganze NachbarInnenschaft) und das geht so: Zuerst wird der Teig für den Boden produziert, da er
vorgebacken werden muss. Dazu werden 3 Tassen des Vollkornmehl und 1
Tasse Weissmehl mit Wasser, 1/2 TL Salz, 2 Prisen Zimt und einer
Tasse Zucker vermengt. Anschliessend werden eine halbe Tasse
Margarine und 4 EL Öl daruntergeknetet und 4 EL Sojamilch
beigefügt. Die Margarine soll nicht allzu fest sein, also einige
Zeit vor Arbeitsbeginn aus dem Kühlschrank, Keller oder Iglu
nehmen. Der Teig für den Boden wird also geknetet, bis er
geschmeidig ist, in einer oder zwei Springformen (oder je nachdem in
einem Kuchenblech) ausgelegt und bei 175 Cº 20 Minuten
vorgebacken. Währenddessen kann mensch die Zutaten für die Füllung
mit dem Stabmixer oder im Pürierglas cremig pürieren. Sie
sollten in folgender Reihenfolge vermischt werden: - 6 Tassen Tofu, zerkrümmelt Die Früchte ziemlich dicht auf den vorgebackenen Teig legen
und die Kuchenform mit der pürierten Masse auffüllen. Dann
ab in den Ofen damit - eine halbe Stunde backen, bis der Tofu in der
Mitte fest ist (Zahnstocherprobe), rausnehmen - fertig. Nun zum Menü des Tages: Als erstes wird die passende Musik aufgelegt (Willy Gools "Singen
im Advent" eignet sich dabei nicht soooo gut). Die Kartoffeln werden weichgekocht und passiert oder püriert
und wie Kartoffelstock gewürzt (als "Milchersatz" kann
Sojamilch verwendet werden, ist aber nicht notwendig). Zwei fein
geschnittene Zwiebeln und zwei Tassen Sesam daruntermischen. Aus der
Kartoffelmasse können faustgrosse Bällchen geformt werden,
die plattgedrückt und im Paniermehl gewendet werden. Dann wird
das Gemüse zerkleinert, die Marroni geschält und die
restlichen Zwiebeln ebenfalls feingeschnitten. Der Kürbis kommt
in den Kochtopf plus etwas Wasser- und soll so einige Zeit gedeckt
vor sich hin dämpfen. Dann wird der feingeschnittene Rotkabis in
den Dampfkochtopf gegeben. Der Rosenkohl wird ebenfalls gedämpft,
allerdings separat. Er soll vom Feuer genommen werden, bevor er ganz
weich ist und mit Zwiebeln, getrockneten Kräutern (Basilikum
oder Dill, Petersilie) und etwas Senf im Öl angedünstet
werden. Dem Rotkabis, der inzwischen gar ist, werden die Marroni, 1
geschnittene Zwiebel, 3 Esslöffel Essig und Kräuter
beigefügt. Das Ganze auf niederem Feuer weiterköcheln
lassen. Wenn der Kürbis weich ist (geht ziemlich schnell) kann er
püriert (mit dem Stabmixer, der sich in der veganen Küche
sowieso dringend empfiehlt), mit wenig Zwiebel, einer Prise Curry und
etwas Pfeffer aus der Mühle weitergeköchelt werden (ab und
zu umrühren). Er soll saucige Konsistenz aufweisen. Sowohl dem
Kürbis, als auch dem Rot- und Rosenkohl, kann Salz beigefügt
werden. Jedoch immer sparsam verwenden, da es seinen vollen Geschmack
erst nach einiger Kochzeit richtig entfaltet. Die Töpfe und Pfannen warmhalten und die Kartoffelbratlinge
mit wenig Öl goldbraun braten. Das Rotkraut oder die Bratlinge
mit der Kürbissauce anrichten - essen und verdauen. Irene Zurück zur Hauptseite vom karnikl oder des KulturZentrums Bremgarten KuZeB
- ca. 1 kg Rosenkohl
- 1
mittlerer Kürbis
- 500 g heisse Marroni (oder kalte,
jedenfalls aber schon geröstete)
- 1 grosser Rotkabis
- 6
grosse Zwiebeln
- Wein- oder Apfelessig
- Oliven- oder
Sonnenblumenöl
- 1 kg Kartoffeln
- 1 Tüte Paniermehl
(ebensogut kann aber auch geraffeltes hartes Brot verwendet werden)
-
1 Tüte Sesam
- Senf
- 250 g Pflanzenmargarine mit
100%igem Fettanteil (Achtung: gewisse "Pflanzenmargarinen"
enthalten tierische Inhaltsstoffe!)
- 500 g Mascobado- oder
Rohrohrzucker
- 1 Glas eingemachte Kirschen, Zwetschgen, Aprikosen
oder andere Steinfrüchte die munden
- 500 g fein gemahlenes
Vollkornmehl
- gewöhnliches Haushaltsmehl
- 1 kg möglichst
zarter Tofu, den gibz meistens ziemlich billig im Asienladen
- 3
Zitronen (wichtig!)
- Sojamilch
- 2/3 Tasse Zitronensaft
-
1/2 Tasse Öl
- 1/2 Tasse Margarine
- 3 Tassen Zucker
-
1 1/2 TL Salz
- 2 1/2 TL Vanille
- 1/2 Tasse Sojamilch bei
Bedarf
© 1997, 2012 Copyright beim Verein KulturZentrum Bremgarten KuZeB some rights reserved (Creative Commons BY-SA). Geändert am 31. Mai 2009. Erstellt von Kire.