Schöner Wohnen? KI. Wohnen ist nicht Privatsache. Wohnen ist Kultur, Bedürfnis
eines jeden Menschen und inzwischen eine politische Angelegenheit von
nicht zu unterschätzender Wichtigkeit. Die Wohnsituation heute
entspricht den gesellschaftlichen Verhältnissen. Die angepasste
Kleinfamilie als kleinste Zelle des Staates wird durch die aktuelle
Politik des Wohnungsbaus bevorzugt. Menschen mit der Vorstellung
eines solidarischen Zusammenlebens auf freiwilliger Basis (nicht
durch vertragliche Zwänge wie z. B. die Ehe geregelt), das
vielfältigen Lebensformen Platz bietet, finden fast keinen Raum
(im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinne), der ihren
Vorstellungen gerecht wird. Obwohl sie meist sehr geringe Ansprüche
an Komfort und sonstige Erleichterungen des Alltages stellen, bleiben
ihre Wünsche oft ignoriert. Alte, gemütliche Bauten werden
abgerissen oder luxuriös saniert - Neubauten aus Glas und Beton
werden hingestellt, die Der Mangel an geeignetem Wohnraum ist so gross, dass in vielen
Fällen eine sterile und mit allem denkbaren Komfort
ausgestattete Wohnung in Kauf genommen werden muss, in der mensch
sich nicht wohl fühlt und welche kaum zahlbar ist. Das heisst
mit anderen Worten, dass Menschen praktisch gezwungen werden, für
ein Dach über dem Kopf weit mehr auszugeben, als sie es wollen,
da sie dann ja auch mehr Luxus haben, als sie eigentlich wollten.
Logo, nicht?!?! Dieser Umstand treibt auch die Verlagerung der Arbeit voran. Die
lästige und unwerte Hausarbeit (Hausfrauen z. B. haben "keinen
Beruf", sie sind "ja nur Hausfrau" wird von den obig
erwähnten Erleichterungen zu einem grossen Teil abgenommen,
dafür muss mensch dann aufgrund der hohen Miete mehr arbeiten
gehen, d. h. seine Arbeitskraft verkaufen. Die Abhängigkeit vom
Arbeitgeber / von der Arbeitgeberin wird grösser, was dazu
führt, dass die ArbeitnehmerInnen im Arbeitsverhältnis
weniger Mitspracherecht haben und besser ausgebeutet werden können. Durch die steigende Arbeitslosigkeit und Armut wirkt sich das
Problem aber noch um einiges drastischer aus. Es herrscht eine
effektive Wohnungsnot, es gibt Menschen, die es sich tatsächlich
nicht mehr "leisten" können, eine Wohnung zu haben!
Zur selben Zeit stehen in fast jeder Stadt Häuser &
Wohnungen leer, die langsam vor sich hin schimmeln - aber bewohnt
werden dürfen sie nicht! Das macht durchaus Sinn, denn sobald
ein Gut knapp wird, wird es aufgrund der grossen Nachfrage auch
teurer. Der Wohnungsmarkt funktioniert, wie alles andere auch, nach
marktwirtschaftlichen Prinzipien. Doch Wohnen ist kein Luxus &
kein Privileg, sondern das Recht jedes Menschen. Durch das vom Staat
geschützte uneingeschränkte Recht auf Eigentum wird das
Recht auf Wohnen jedoch grundlegend in Frage gestellt. Die
finanziellen Interessen eines Spekulanten / einer Spekulantin oder
HauseigentümerIn werden somit höher bewertet, als das
Bedürfnis eines Menschen nach einem Dach über dem Kopf! Zurück zur Hauptseite vom karnikl oder des KulturZentrums Bremgarten KuZeB
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